Modern Value Investing: Die richtige Einstellung finden

Wie wir uns mental den Höhen und Tiefen von Mr. Market stellen

Anlagestrategie

“But investing isn’t about beating others at their game. It's about controlling yourself at your own game.”   Benjamin Graham

Die Anlagestrategie leitet die Entscheidungen des Anlegers auf der Grundlage von Zielen, Risikotoleranz und künftigem Kapitalbedarf. Einige Anlagestrategien streben ein schnelles Wachstum an, bei der sich ein Anleger auf den Kapitalzuwachs konzentriert.  Sie können aber auch eine risikoarme Strategie verfolgen, bei der der Schwerpunkt auf dem Schutz des Vermögens liegt. Zu den Schlüsseln für den Erfolg gehört es , frühzeitig zu investieren und Emotionen von Zielen zu trennen. ·Bringen Sie Balance in Ihren Finanzen und investieren Sie in das, was Sie verstehen.

Sind Sie ein Investor oder ein Spekulant? Wenn Sie ein erfolgreicher Value-Investor werden möchten, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welche Ziele Sie mit einer Investition erreichen möchten, welche Grundstrategien für die jeweilige Anlageklasse in Betracht kommen und wie diese in die Praxis umgesetzt werden. Das richtige Mindset ist für den Value-Investor ein erfolgbestimmendes Kritierium.

Sie sollten vier Aspekte verstehen, bevor sie eine Value-Strategie anwenden:

#1 Sie können keine rationalen Investitionsentscheidungen treffen, wenn Ihr Lebensstil von Ihren Investitionen abhängt. Jede Anlageklasse wird im Laufe einer Anlagekarriere wahrscheinlich um 70% oder mehr fallen. Eine Value-Investing-Strategie muss daher einen langfristigen Horizont haben, um potenzielle Rückgänge ausgleichen zu können. Damit Value-Anleger zum richtigen Zeitpunkt kaufen können, müssen sie möglicherweise an Investionen festhalten, auch wenn diese Aktien noch weiter fallen, bevor sie erholen und anfangen "Früchte" zu tragen. Dabei ist es unmöglich, den genauen Boden zu erfassen. Um extreme Schnäppchen zu machen, müssen Sie die längere Perspektive einnehmen.

#2 Erwarten Sie eine Underperformance auch in extremen Bullenmärkten. Da Value Investing nicht mit den Schwankungen des Aktienmarktes korreliert, muss es Zeiten geben, in denen eine Wertstrategie hinter dem allgemeinen Markt zurückbleibt.

#3 Beachten Sie Warren Buffetts Rat zu Angst und Gier: "Seien Sie gierig, wenn andere ängstlich sind, und ängstlich, wenn andere gierig sind." Zugegeben dieses Zitat ist so wichtig, dass es nicht oft genug wiederholt werden kann. Es ist schwierig, sich nicht von der Menge beeinflussen zu lassen und nicht in zu Panik geraten, wenn ein Bärenmarkt um die Ecke kommt, was normalerweise viel dramatischer abläuft, als die Ankunft eines Bullenmarktes. Value-Investoren müssen ruhig bleiben und sich erinnern dass Rezessionen die besten Chance-Risiko-Renditen bieten.

#4 Planen Sie, sich zu langweilen. Value-Investing besteht darin, viel zu recherchieren, viele Investitionsmöglichkeiten abzulehnen, und nur dann zu kaufen, wenn etwas alle Kriterien erfüllt, um anschließned darauf zu warten, dass der Markt den Wert der unterbewerteten Investition erkennt, die Sie gefunden haben. Der Markt wird früher oder spätter immer Wert erkennen, aber es kann manchmal Jahre dauern, daher besteht die Herausforderung darin, nichts zu tun.

Value-Investing steht im Gegensatz zum Growth-Investing, bei dem der Schwerpunkt auf Kapitalzuwachs liegt und Aktien häufig zu einem hohen Preis gekauft werden. Beim Value-Investing geht es darum, Aktien mit einem erheblichen Abschlag zum beizulegenden Zeitwert zu kaufen. Dieser wird häufig auch als Intrinsic Value bezeichnet und ist im Wesentlichen als Barwert aller zukünftigen Cashflows an die Aktionäre definiert.

Das Ziel unserer Strategie besteht darin, ein konzentriertes Aktienportfolio aufzubauen, das sich an einem langfristigen inneren Wertansatz orientiert. Wir konzentrieren uns auf einen vorhersehbaren Ertragsstrom durch attraktive, konsistente und wachsende Dividenden. Das Spiel zielt auf Preis und Wert ab, und die geheime Sauce besteht darin, Unternehmen mit überdurchschnittlichem Wertsteigerungspotenzial sowie sicheren und wachsenden Dividenden zu finden. Darüber hinaus ist es wichtig sicherzustellen, dass wir nur dann in ein großartiges Geschäft investieren, wenn die Bewertung attraktiv ist und eine risikoadjustierte Sicherheitsmarge gegeben ist.

Langfristiger Ansatz

Intrinsic Value

Margin of Safety

Vorhersehbares Einkommen

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Beim Value Investing geht es darum, Aktien mit einem erheblichen Abschlag zum beizulegenden Zeitwert zu kaufen. Dieser wird häufig auch als Intrinsic Value bezeichnet und ist im Wesentlichen als Barwert aller zukünftigen Cashflows an die Aktionäre definiert. Als Value Investor müssen Sie das Prinzip des inneren Wertes verstehen. Verschiedene Faktoren bestimmen den inneren Wert eines Unternehmens, in der Fundamentalanalyse werden diese näher betrachtet. Dazu zählen insbesondere Geschäftsmodell, Management, Marktumfeld und Betriebsleistung.

Naturlich ist es fast unmöglich, den intrinsischen Wert zu 100% korrekt zu bestimmen, darum ist die Sicherheitsmarge (Margin of Safety), zur Absicherung von Bewertungs- bzw. Beurteilungsfehler und unvorhersehbare Wertentwicklungen, von entscheidender Bedeutung. Sie beschreibt die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem tatsächlichen Wert des Unternehmens. Liegt der Kurs unter dem aktuellen Wert, hat der Anleger einen gewissen Sicherheitspuffer. Je höher die Margin of Safety, desto höher sind auch die potentiellen Gewinne beim Kauf einer Aktie. Warren Buffett beschreibt die Margin of Safety wie folgt: „Die drei wichtigsten Worte beim Investieren sind Margin of Safety“. Deshalb ist es aus unserer Sicht besonders wichtig, eine sorgfältige Aktienanalyse (Fundamentalanalyse) zu erstellen.

Value Investing erfordert harte Arbeit, ungewöhnlich strenge Disziplin und einen sehr langfristigen Anlagehorizont. Value Investing ist leicht zu verstehen, in der Praxis allerdings schwieriger umzusetzen. Die für den Investor mühsamsten Elemente sind von persönlicher Natur. Zu ihnen gehören in erster Linie Selbstdisziplin, Geduld und Urteilsfähigkeit.

Jede Anlagestrategie beinhaltet eine Reihe von Grundsätzen und Richtlinien. Wie wir bereits erwähnten, ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, welche Ziele mit dem Investment erreicht werden sollen, und anhand dieser Überlegungen eine passende Anlagestrategie mit einem geeignetem Investmentprozess zu definieren. Diese Entscheidung kann jeder Investor nur für sich selbst treffen.

Investmentprozess

Für eine intelligente Einschätzung der Zukunft eines Unternehmens ist es erforderlich zu verstehen, wie ein Unternehmen Umsatz generiert, Kosten verursacht und Gewinne erzielt. Deshalb prüfen wir, ob das zugrunde liegende Geschäftsmodell einfach und verständlich ist und sich von der Masse abhebt. Natürlich beziehen wir auch wichtige grundlegende Kennzahlen und makroökonomische Trends in unsere Überlegungen ein. Aufgrund einer gezielten Sicherheitsmarge und einer ausgewogenen Ausrichtung auf Wachstum und Ertrag, führt unser Anlageprozess in der Regel zu einem weniger volatilen Gesamtportfolio. Aus unserer Sicht resultiert langfristiger Erfolg aus der konsequenten Anwendung von vier Schritten, die Sie weiter unten finden. Der Prozess beginnt mit der Generierung von Ideen im ersten Schritt dem Screening:

Process

Beim Aufbau unseres Portfolios achten wir darauf, uns lediglich auf eine überschaubare Gruppe von Unternehmen in einer begrenzten Anzahl von Branchen zu konzentrieren, die wir als Investoren tatsächlich verstehen. Warren Buffett reduziert Risiken nicht durch Diversifikation, sondern durch ein tiefgreifenes und umfassendes Wissen über Unternehmen. Unser Ziel ist es, überdurchschnittliche Renditen zu erzielen, daher konzentrieren wir uns auf wenige exzellente Unternehmen. Sicher erfordert dies auch ein höheres Maß an Mut und Geduld. Aber dadurch können wir das Marktrisiko minimieren und uns außerdem in die Lage versetzen, auch bei fallenden Märkten und Seitwärtsphasen noch eine zufriedenstellende Rendite zu erzielen. Prinzipiell ist Diversifikation auch im Hinblick auf Marktkapitalisierung, Credit Rating und Anlagestrategie zu betrachten. In diesem Zusammenhang betrachten wir das Risikomanagement. Wir verwenden den MSCI Global Industry Classification Standard (GICS) zur Analyse von Sektor- und Branchengewichtung sowie der Portfolio-Performance.

GICS

Grundsätzlich sind wir in mehreren Branchen investiert, halten uns aber nicht an ein festes Gewichtungsverhältnis. Die Gewichtung erfolgt dort, wo sich zu einem bestimmten Zeitpunkt Chancen ergeben. Deshalb sehen wir es als Output und nicht als Input des Prozesses. Aufgrund dieses neutralen Ansatzes, konzentrieren wir uns auf besondere Gelegenheiten, bei denen wir ein großartiges Geschäft gefunden haben. Gleichzeitig akzeptieren wir eine zeitweilige Überwindung in den einzelnen Branchen im Verlauf des Konjunkturzyklus.

Performance

Wir glauben, dass sich jeder Anleger verpflichtet fühlen sollte, regelmäßig seine eigenen Performance Kennzahlen wiederzugeben. Auch wenn diese nicht unabhängig geprüft werden. Wir sind jedoch aufrichtig bemüht, die Entwicklung unseres Portfolios genau aufzuzeichnen und zu reflektieren. Das Freebird-Portfolio ist ein „Echtgeldkonto“, kein Modell- oder Papierportfolio. Zur Aufzeichnung unseres langfristigen Investment-Erfolges, verwenden wir die zeitgewichtete Rendite, die sog. True Time-weighted Rate of Return (TWROR), da diese alle externen Transaktionen ausgleicht und eine aussagekräftige Performance darstellt. Wir sollten auch darauf hinweisen, dass wir nicht die höchstmögliche Gesamtrendite anstreben. Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Aufbau eines beständigen und langfristig wachsenden Einkommensstroms.