Fernweh nach dem Lockdown: Wie wird sich die Corona-Pandemie auf die Nachfrage auf dem spanischen Immobilienmarkt auswirken?

27. Mai 2020 | David Krause

Die Coronakrise trifft auch den Immobilienmarkt in Spanien, eines der beliebtesten Urlaubsziele Europas. Doch wie wird sich die Situation langfristig auf die Nachfrage auswirken? Einerseits führt die Pandemie zu mehr Unsicherheit hinsichtlich von Grenzschließungen, Rezession oder dem Eintreten einer erneuten Coronawelle. Doch andererseits wächst auch in Zeiten von Quarantäne das Bedürfnis nach Sicherheit in den eigenen vier Wänden, am liebsten an jenen Orten, welche wir mit Fernweh verbinden.

Werfen wir einen Blick auf die amtlichen Zahlen. Das Statistisches Registrierungsportal „Colegio de Registradores“, was so viel wie spanisches Grundbuchregister bzw. Grundbuchamt bedeutet, präsentiert zusammen mit der Universität von Saragossa vierteljährlich die Ergebnisse ihrer aktuellen Statistiken aus dem Immobilienregister. Diese Angaben sind sehr realistisch, da diese Daten unmittelbar aus den notariellen Kaufverträgen bezogen werden und es so ermöglichen, einen sehr genauen und allgemeinen Marktüberblick zu erhalten.

Der Preis für Wohnimmobilien ist im ersten Quartal des Jahres um 4% gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug der Anstieg knapp 7%. In Bezug auf die historischen Höchstwerte aus dem dritten Quartal 2007 ergibt dies kumuliert immer noch einen Rückgang von fast 10%, während in Bezug auf die letzten Tiefststände (viertes Quartal 2014) das Wachstum fast 41% betrug.

Source: https://www.registradores.org/

Die Zahl der Transaktionen für Wohnimmobilien stieg vierteljährlich um 8,5% und erreichte insgesamt 127.357 Transaktionen im letzten Quartal, praktisch 10.000 mehr als im Vorquartal. 24.252 Transaktionen wurden für neue Wohnungen registriert, dass ist das höchste Ergebnis der letzten vier Quartale mit einem vierteljährlichen Wachstum von 10,7%. Bei den Bestandsimmobilien wurde die magische Grenze von 100.000 registrierten Transaktionen überschritten, genau 103.105 mit einem vierteljährlichen Wachstum von 8%.

Spanien umfasst insgesamt 17 autonome Gemeinschaften wobei die höchste Anzahl von Wohnungsverkäufen auf die Regionen Andalusien (25.182), Katalonien (20.232), Valencia (18.483), Madrid (17.759) und die Kanarischen Inseln (6.339) fielen. Praktisch alle autonomen Gemeinschaften haben vierteljährliche Zuwächse verzeichnet, am stärksten waren diese in Madrid und Barcelona.

Die Hauskäufe durch Ausländer gingen im ersten Quartal von 12,7% auf 12% leicht zurück, wobei die britische Nachfrage weiterhin die Statistik anführt, gefolgt von Franzosen, Deutschen und Marokkanern. Die Statisitk der ausländischen Käufe verzeichnet den größten Anteil (32,4%) in der autonomen Gemeinschaft der Balearen, gefolgt von Valencia (25,1%), den Kanarischen Inseln (20,1%) und der Region Murcia (19,1%).

Die Hypothekenverschuldung pro Quadratmeter ist vierteljährlich leicht um -0,3% gesunken, was einem durchschnittlichen Ergebnis von 1.302 € / m² entspricht. Die Banken haben ihre klare Marktführerschaft bei der Konzession neuer Hypothekendarlehen mit über 90% beibehalten. Der durchschnittliche Zinssatz für neue Hypothekendarlehen ist weiter gesunken und liegt auf einem neuen historischen Minimum von 2,24%. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit für neue Hypothekendarlehen hat sich um 1,1% erhöht und beträgt 282 Monate bzw. 23,5 Jahre.

Fazit

Die Neuheit der durch Covid-19 hervorgegangenen Situation macht es schwierig, die zukünftigen Entwicklungen der Immobilienpreise abzuschätzen. Wir sehen in diesem Zusammenhang einen praktisch geschlossenen Markt auf dem aktuell kaum Umsatz stattfindet, was folglich auch die Preisfestsetzung erschwert. Wir sind uns vollkommen bewusst, dass die Realität des Immobilienmarktes ohne Zweifel nicht mehr so sein wird, wie sie vorher war und wir müssen abwarten, bis sich diese neue Realität erkennbar zeigt. Die vorgestellten Zahlen zeigen die Situation des Marktes vor dem „Covid-19-Effekt“, weshalb es empfehlenswert ist, dies als „Standbild“ zu betrachten und die Analysen für die nächsten Quartale abzuwarten. Bis dahin sollte auf dem spanischen Immobilienmarkt eine gewisse Normalität zurückgekehrt sein.

Gold nimmt Kurs auf neues Allzeithoch und hat noch viel Luft noch oben: Das gelbe Edelmetall hat seinen Glanz als sicherer Hafen nicht verloren und ist bei vielen Investoren besonders als Wertspeicher und Krisenwährung ein unverzichtbarer Bestandteil im Portfolio.

02. Mai 2020 | David Krause

Der Ausbruch des Coronavirus und die damit verbundenen Auswirkungen sind wesentlich tiefgreifender, als es die meisten von uns erwartet hätten. Nachdem die Weltwirtschaft gewissermaßen auf Eis gelegt wurde, sind sichere Häfen an den Märkten aktuell schwer zu finden. Doch Gold scheint die Ausnahme zu sein. Nach einem starken von Panik getriebenen Ausverkauf im März, hat der Goldpreis inzwischen wieder die alten Höchststände erreicht und notiert aktuell nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch bei 1.700 USD je Feinunze. Seit Jahresbeginn konnte das gelbe Edelmetall bereits 13 Prozent zulegen und auch vor der Krise erzielte Gold einen kräftigen Zuwachs von 35 Prozent im Jahr 2019. Trotz dieser hervorragenden Performance befindet sich Gold sehr wahrscheinlich erst am Anfang eines langfristigen Bullenmarktzyklus. Gold scheint gerade jetzt ein guter Ort zu sein, denn die monetäre Expansion der Notenbanken, extrem niedrige Zinssätze, unbegrenztes Quantitative Easing (QE), aufgeblähte Bilanzen der Notenbanken und eine immense Staatsverschuldung dürften den Goldpreis in den kommenden Jahren erheblich ansteigen lassen. Vielleicht wird sogar noch in diesem Jahr ein neues Allzeithoch erreicht, welches bei 1.909 USD je Feinunze liegt und aus dem Jahr 2011 stammt.

Source: https://www.tradingview.com/

Die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 haben die Federal Reserve und die US-Regierung zu beispiellosen Maßnahmen gezwungen. Unbegrenzte QE- und Notfallliquiditätsprogramme dürften dazu führen, dass sich die Fed-Bilanz im Jahr 2020 verdoppelt. Das vom Kongress und der Trump-Regierung verabschiedete Paket zur wirtschaftlichen Stabilisierung, hat einen Umfang von 2 Billionen US-Dollar und ist das größte seiner Art in der jüngeren amerikanischen Geschichte. Es soll auf die Coronavirus-Pandemie reagieren und Direktzahlungen und Arbeitslosenleistungen für Bürger sowie Gelder eines riesigen Rettungsfonds für Unternehmen bereitstellen. Wenn Gold in diesem Umfeld keine Performance liefern könnte, würde es an dessen wichtigster Aufgabe scheitern: Kaufkraft zu erhalten.

Wir verstehen Gold als eine Art Krisenwährung, die keine Notenbank bzw. Regierung einfach durch Fiat abwerten kann. Im Gegensatz zu praktisch allen anderen Metallen und Rohstoffen ist Gold fast vollständig unabhängig von der industriellen Nachfrage, sodass es nicht demselben rezessiven Preisdruck wie Öl, Kupfer oder sogar Silber ausgesetzt ist. Genau, Sie können kein Gold drucken, daher ist es der ultimative Wertspeicher und wir glauben, dass dies immer mehr Investoren erkennen. Auch das Interesse von institutionellen Anlegern und Banken steigt. Zwei Analysten der Bank of America haben kürzlich geschrieben, dass der Goldpreis in den nächsten 18 Monaten bis zu 3.000 US-Dollar erreichen wird, so ein in Bloomberg und anderswo zitierter Bericht.

Ein Missverständnis, bei vielen Anlegern und Händlern ist die Annahme, dass Gold lediglich eine Absicherung gegen die Preisinflation darstellt, obwohl der Goldpreis in den letzten fünf Jahrzehnten viel schneller gestiegen ist als die Preisinflation. Ein genauerer Treiber des Goldpreises ist die Geldinflation bzw. die Erhöhung des Pro-Kopf-Geldangebots. Der Goldpreis ist in den letzten 40 Jahren in US-Dollar fast genauso stark gestiegen wie der Anstieg der M2-Geldmenge pro Kopf in den Vereinigten Staaten. Gold ist derzeit gegenüber der Trendlinie einer breiten Geldmenge pro Kopf etwas überbewertet. Doch mit dem Öffnen der Geldschleusen durch die Notenbanken als Reaktion auf die Corona-Pandemie scheinen nun alle Dämme zu brechen und die Geldmenge pro Kopf wird rasant ansteigen. Dies dürfte ein langfristiger Katalysator für den Goldpreis sein.

Source: https://fred.stlouisfed.org/

Der Grund für die hohen Preisaufschläge für Goldmünzen und -barren die wir in den letzten Wochen erlebten, lag neben der extrem hohen physischen Nachfrage auch an den unterbrochenen Liefer- und Verarbeitungsketten. Doch inzwischen entspannt sich die Lage bei den Goldraffinerien und Münzprägeanstalten. Die Goldraffinerien MKS Pamp, Argor-Heraeus und Valcambi aus dem Tessin in der südlichen Schweiz, nicht weit von den durch das Coronavirus besonders stark betroffenen Gebieten in Italien, haben ihre Produktion inzwischen wieder aufgenommen. In der Schweiz werden ca. 70 Prozent des weltweit geförderten Goldes zu Barren verschiedener Größen weiterverarbeitet. Auch Australiens größte Goldraffinerie steigert aktuell die Produktion von 1-Unzen-Goldbarren, um die Angebotsknappheit in den USA zu mildern, teilte CEO Richard Hayes von Perth Mint mit. Linienflüge, die für den Transport von ca. 50% aller Goldprodukte verwendet wurden, bleiben derzeit größtenteils am Boden. Dies sorgte unter anderem dafür, dass das Angebot an Barren knapp wurde. Die Prägestätte, die eine Produktionslinie der Kilobarren als Reaktion der Angebotsknappheit wiederaufnahm, erwartet, dass sich diese erhöhte Nachfrage nur als kurzfristiges Problem herausstellen wird. Ein großer Teil der Lieferungen sind für die New York Commodities Exchange (COMEX) bestimmt.

Werfen wir noch einen Blick auf den Bergbausektor: Goldminen sind im Gegensatz zum Goldpreis viel größeren Risiken ausgesetzt. Einerseits sind Bergarbeiter immer noch von den Auswirkungen und Beschränkungen der Corona-Pandemie betroffen. Und zum anderem besteht das Risiko, dass Regierungen den Goldabbau als „nicht wesentliche“ wirtschaftliche Aktivität einstufen könnten. Das größere Risiko für Goldminen geht jedoch von länger andauernden Schließungen und Stillständen aufgrund COVID-19 aus. Dies könnte den Cashflow der Bergbaubetriebe empfindlich stören. Seien Sie daher bei der Auswahl einzelner Minenaktien im Goldsektor besonders wählerisch. Das heißt, orientieren Sie sich auf konservativere Goldaktien mit einem starken Management, sicheren geopolitische Rahmenbedingungen, guten Arbeitsbedingungen, einer erfolgreichen Historie,  geringer Verschuldung und niedrigen All-in-Sustaining Cashkosten (AISC). Barrick Gold (NYSE:GOLD) ist ein einfaches Beispiel für einen starken Senior Gold Miner und könnte selbst dann noch eine gute Wahl sein, wenn man beim Goldpreis nicht ganz so optimistisch ist. Wenn Sie Ihre Hausaufgaben als Investor nicht vernachlässigen und einzelne Goldminen gründlich analysieren, können Sie derzeit und auch in der Zukunft eine gute Investition tätigen.

Fazit: Gold befindet sich seitdem Tief von ca. 1.050 USD in 2015 in einem Bullenmarkt. Global betrachtet ist die Nachfrage nach Edelmetallen jedoch immer noch winzig. Der überwiegende Teil der Menschen denkt nicht einmal daran, auch nur kleinste Mengen Gold zu kaufen. Gold ist nicht knapp, sondern lediglich nicht in der passenden Darreichungsform verfügbar. Ende März führten große Lieferprobleme am Goldmarkt dazu, dass sich die Spanne (Spread) zwischen Kassagoldpreisen am physischen Goldmarkt und Terminpreisen für Papiergold am Spotmarkt erheblich vergrößerte. Analysten stellten fest, dass es zwar reichlich Gold auf dem Markt gab, die Lieferkette jedoch vollständig zusammenbrach. Die Scheide- und Prägeanstalten laufen inzwischen wieder auf Hochtouren, um die Nachfrage zu decken.Auch künftig ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Gold seiner Rolle als sicherer Hafen und Stabilitätsanker in hervorragender Weise gerecht wird. Die historische Geldflut der Notenbanken, die in die Finanzmärkte geschwemmt wird, sollte die Inflation befeuern und damit die Funktion des Goldes als Inflationsschutz stärken. Seit seiner Einführung hat der Euro bisher 85 Prozent seines Werts gegenüber Gold verloren. Dennoch sollten wir uns vor Augen führen, dass das aktuelle deflationäre Umfeld, welches noch eine Zeit andauern kann, auch ein signifikantes Hindernis für den Goldpreis darstellt. Deflation und positive Realzinsen sind die größten Risiken für den Goldpreis. Allerdings sind diese derzeit durch den starken Anstieg der Geldmenge sowie negativen Realzinsen deutlich minimiert. Es müsste schon eine deutliche Umkehr der Zinssätze und einer langwierigen Stagnation der M2 Geldmenge erfolgen, damit den Goldbullen die Luft ausgeht. Doch das schein unter den allgegenwärtigen Auswirkungen durch COVID-19 sehr unwahrscheinlich. Dennoch könnte die Aussicht auf ein Zurückfahren der Lockdown-Maßnahmen in mehreren Staaten das Interesse am Krisenschutz Gold etwas abflauen lassen. Korrekturen sind in Bullenmarktzyklen nichts Ungewöhnliches und können Kaufgelegenheiten darstellen.

Eine Herzensangelegenheit der Sozialdemokraten: Die Finanztransaktionssteuer ist noch nicht vom Tisch. Privatinvestoren und Kleinaktionäre sollen selbst in schweren Zeiten abgezockt werden.

30. April 2020 | David Krause

Im Vorfeld der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 war zu vernehmen, dass die Bundesregierung an der Idee einer Finanztransaktionssteuer festhalten will. Erstaunlich, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz ausgerechnet in diesen schweren Zeiten mit einem erneuten Vorstoß zur Einführung einer Aktiensteuer aus der Deckung kommt. Dies steht nicht gerade im Kontext zu den bisherigen Unterstützungsmaßnahmen, welche die Bundesregierung ergriffen hat.

Die revolvierende Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union, welche Deutschland ab Juli für 6 Monate übernehmen wird, ermöglicht es einzelnen Ländern, die EU-Agenda während dieser Amtszeit festzulegen. Doch der Vorschlag einer Finanztransaktionssteuer ist keineswegs neu, seit Dezember 2019 liegt ein Konzept des „Prestigeprojektes“ von SPD-Finanzminister Olaf Scholz für eine internationale Steuer auf Finanztransaktionen auf dem Tisch. Demnach soll der Erwerb von Aktien mit einem Steuersatz von 0,2% belegt werden. Bei einem Kauf mit späterem Verkauf, fallen somit insgesamt 0,4% Steuern an (Roundturn). Professionelle Händler können die Steuer jedoch leicht durch alternative Finanzinstrumente wie Derivate (Zertifikate, Aktienoptionen, Futures, Forwards) umgehen. Damit werden insbesondere regulierte Finanzplätze in die Prozesse der Steuerbelastung einbezogen, während dies für weniger regulierte OTC-Finanzmärkte nicht gilt.

Eine europäische Finanztransaktionssteuer, könnte Unternehmen dazu ermutigen, sich zum Vorteil Großbritanniens, welches die EU vor Kurzem verlassen hat, von den europäischen Handelsplätzen abzuwenden. Die City of London könnte hierbei zu einer beliebten Offshore-Wahl werden, besonders für jene Unternehmen, die sowieso schon von der Überregulierung und den hohen Steuern der Europäischen Union demotiviert werden. Denn damit erreicht man nichts anderes, als Wachstum und Wohlstand zu begrenzen. Das Kapital fließt eben dorthin, wo es am besten behandelt wird. Nach einer Analyse der Bank of England (BoE) ist das UK für mehr als die Hälfte der EU-Emissionen von Schuldtiteln und Aktien verantwortlich. Daher lässt sich nur schwer beziffern, wie viel Einnahmen eine solche Steuer in der EU einbringen würde, insbesondere wenn dadurch Finanzunternehmen motiviert werden, ihren Hauptsitz außerhalb der EU einzurichten.

Schweden, ein Fallbeispiel: Die damalige sozialdemokratischen Regierung in Schweden führte 1986 die Finanztransaktionssteuer mit einem Steuersatz von 0,5% ein. Die Steuer galt sowohl für Aktien als auch für Aktienoptionen und Futures. Bereits 1986 brachen 30% des Handelsvolumens an der schwedischen Börse weg. 1990 ging das Volumen sogar um 50% zurück. Der Handel mit festverzinslichen Anleihen brach über die Jahre um 85% ein. Viele Investoren wanderten nach London ab. Die schwedische Notenbank konnte unter diesen Bedingungen kaum noch eine vernünftige Geldpolitik betreiben, was zur Folge hatte, dass die Finanztransaktionssteuer 1992 wieder abgeschafft wurde.

Fazit: Jetzt wäre eigentlich der perfekte Zeitpunkt, um die geplante Finanztransaktionssteuer endgültig zu begraben. Letztendlich motiviert eine FTT die Marktteilnehmer nach anderen Möglichkeiten zu suchen, um die Steuer zu vermeiden, indem sie Liquidität ins Ausland verlagern. Perspektivisch wäre es besser, über Entlastungen für Sparer nachzudenken. Zum Beispiel sollte der Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge abgeschafft werden und der Sparerfreibetrag angehoben werden. Die Rhetorik der Befürworter ist meistens dieselbe: Es werde nur die reichsten treffen! Doch die Realität ist, dass besonders der durchschnittliche Alltagsinvestor und der Kleinanleger, welche oft für den Ruhestand sparen, von dieser schändlichen Steuer besonders betroffen wären. Sollte es am Ende doch wieder mangels Unterstützer in der EU scheitern, könnten wir uns gut vorstellen, dass es eine nationale Notlösung geben wird.

Dirt-Cheap-Crude, auch als WTI bekannt, forderte eine weitere Pleite: Das Offshore-Bohrunternehmen Diamond Offshore Drilling ist das jüngste Opfer des Ölpreiscrashs. Hunderte US-Ölfirmen könnten in den kommenden Monaten folgen.

29. April 2020 | David Krause

Diamond Offshore Drilling (NYSE:DO) beantragte am Sonntag die Umstrukturierung gemäß Kapitel 11 des US-amerikanischen Insolvenzgesetzes, nachdem das Unternehmen bekannt gab, keine fälligen Zinszahlungen zu leisten und Restrukturierungsberater zu beauftragen. Damit ist das Unternehmen, welches Ende 2019 circa 2.500 Mitarbeiter beschäftigt, nach Whiting Petroleum das zweitgrößte Opfer des Ölmarktcrashs.

Die COVID-19 Pandemie hat dazu geführt, dass die Ölnachfrage so stark eingebrochen ist, dass die weltweiten Lagerkapazitäten inzwischen zunehmend ausgeschöpft sind, um das geförderte Erdöl einzulagern. Der Ölpreis stürzte zeitweise auf unter 10 USD pro Barrel ab. Die NYMEX WTI-Öl-Future Kontrakte für die Lieferung von Rohöl im Mai fielen am Montag vergangene Woche in den negativen Bereich, etwas was noch nie zuvor in der Geschichte geschehen war. Es war mit Sicherheit der schwärzeste Tag auf dem Ölmarkt, den es je gab. Infolge dessen ist die weltweite Nachfrage nach Bohrdienstleistungen, die in der Vergangenheit vom Ölpreis abhängig war, zusammengebrochen. Kontrakte für die US-Rohöl Lieferung im Juni werden aktuell zwischen 10 und 13 USD pro Barrel gehandelt. Viele Ölfirmen haben sich in guten Zeiten zu stark verschuldet und einige von ihnen werden diesen historischen Abschwung nicht überleben. Laut einer Analyse von Artem Abramov von Rystad Energy könnten hunderte amerikanische Ölexplorations- und Produktionsunternehmen (E&P) in den kommenden Monaten Insolvenz anmelden, dabei spielt natürlich der Ölpreis, für die Anzahl der Insolvenzen, die entscheidende Rolle:

30 USD pro Barrel – 2020: 73 / 2021: 170

20 USD pro Barrel – 2020: 140 / 2021: 393

10 USD pro Barrel – 2020: 437 / 2021: 730

Laut Abramov muss bei 10 US-Dollar fast jedes US-amerikanische E&P-Unternehmen, das Schulden hat, Kapitel 11 einreichen oder andere strategische Chancen in Betracht ziehen. Es ist kaum vorstellbar, dass 100 Insolvenzen noch eine eher optimistische Annahme darstellen. Das sagt schon viel über die aktuelle Situation am Ölmarkt aus.

Vor diesem Hintergrund wurde das Geschäft von Diamond Drilling, mit Hauptsitz in Houston, Texas schwer getroffen. Das Unternehmen bietet Auftragsbohrdienstleistungen für die Energiewirtschaft auf der ganzen Welt an und verfügt über eine Gesamtflotte von 15 Offshore-Bohrinseln. Das Unternehmen ist u.a. im Golf von Mexiko, Brasilien und in der Nordsee/U.K. aktiv. Zu den größten Kunden zählen Hess (HES) und Occidental Petroleum (OXY). Der Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2019 (Form 10-K) von Diamond Offshore Drilling offenbart einen Schuldenberg von 2,6 Milliarden USD, wovon 2 Milliarden USD auf langfristige Schulden entfallen. Dem gegenüber stehen lediglich 156 Mio. USD in bar.

Der Aktienkurs fiel am Montag im Premarket-Handel um 61% auf 36 Cent, nachdem der Offshore-Bohrspezialist seinen letzten Schritt zur Restrukturierung seiner Schulden unternommen hatte. Die Stammaktien des Unternehmens wurden im Rahmen der Delisting-Entscheidung für den Handel an der New York Stock Exchange (NYSE) ausgesetzt und notieren inzwischen unter dem Symbol „DOFSQ“ für den Handel an den OTC Pink-Märkten. Die Marktkapitalisierung von Diamond Offshore ist inzwischen auf unter 100 Millionen US-Dollar gefallen.

Source: https://finviz.com/quote.ashx?t=DO&ty=c&ta=0&p=m

Fazit: Fossile Brennstoffe befinden sich in einem langfristigen strukturellen Niedergang. Durch die Corona-Krise haben die größten US-amerikanischen Ölproduzenten ihre Ausgaben, als Reaktion auf den extremen Preisverfall am Ölmarkt, deutlich gesenkt. Somit droht vielen Exlporations- und Bohrunternehmen im Energiesektor der Konkurs. Diamond Offshore wird sicherlich nicht das letzte Ölunternehmen bleiben, welches diesen Weg in die Insolvenz gehen wird, da es anscheinend wenig Sinn macht wertvoller Liquidität zur Bedienung von Schulden zu „verschwenden“. Investoren sollten auf eine Welle ähnlicher Schritte bei den Kollegen in der Offshore-Bohrindustrie gefasst sein. Die gesamte Öl-Branche wird unserer Ansicht mehrere Jahre benötigen, um sich zu konsolidieren.

Dividend-Shutdown: Investoren, die Einkommen suchen, stehen vor stürmischen Zeiten. Eine einst zuverlässige Quelle für Cashflow versiegt.

27. April 2020 | David Krause

Der Ausbruch der Corona-Pandemie führte zu einer beispiellosen Abschaltung großer Teile der Weltwirtschaft und stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Diese neue Realität wirkt sich besonders stark auf Dividendenaktien und ihre Anleger aus, da zurzeit viele Unternehmen Liquidität zurückstellen, um den dramatischen Rückgang des Cashflows zu verarbeiten und ihre Bilanz zu stärken. Die bei vielen Investoren sehr beliebte Dividendenstrategie bekommt Probleme, da Ausschüttungen, aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten und Marktstörungen, ausgesetzt oder geschnitten werden.

Wenn ein Unternehmen seine Dividende senkt, verpflichtet es sich, die Auszahlung fortzusetzen, jedoch meist auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Während dies für einkommensorientierte Anleger sicherlich frustrierend ist, kann eine Kürzung als bevorzugt gegenüber einer vollständigen Aussetzung angesehen werden. Bei einer Suspendierung stellt das Unternehmen seine Auszahlung gänzlich ein und erwartet, dass es zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise neu starten kann. Eine Aussetzung wird vom Markt meist als besorgniserregender angesehen, da historisch gesehen nur etwa ein Fünftel der Unternehmen, die ihre Dividende einmal ausgesetzt haben, diese in den folgenden 5 Jahren auch wiedereinsetzten. Einige Anleger scheinen zu ahnen, dass der Rückgang der Dividenden erheblich sein wird. Die Chicago Mercantile Exchange (CME) unterhält seit fünf Jahren den sog. S&P 500 Annual Dividend Index Futures-Kontrakt. Derzeit gehen die Anleger davon aus, dass die Dividenden für das Gesamtjahr 2020 um über 20% sinken werden (Stand 24.04.2020).

Das Coronavirus hat besonders in den USA an Dynamik gewonnen, wo Dividendeninvestoren zu Recht besorgt über die Nachhaltigkeit ihrer regelmäßigen Einkommensströme sind. Die Auswirkungen sind besonders dramatisch für Branchen wie Touristik, Freizeit und Unterhaltung. Aufgrund der immer noch weit verbreiteten Lockdowns ist es nicht überraschend, dass wir in der aktuellen Berichtssaison bestimmt noch weitere Kürzungen und Aussetzungen erleben werden. Die seit März angekündigten Dividendenkürzungen und Suspendierungen scheinen nur der Anfang einer länger anhaltenden Austrocknung von Dividendenerträgen zu sein.

Wenn wir uns zurückerinnern, war das vergangene Jahrzehnt geprägt von niedrigen Anleiherenditen und hat schließlich dazu geführt, dass sich einkommenshungrige Investoren zunehmend in Dividendenaktien und in die Vorstellung verliebt haben, dass ein Portfolio von Blue Chips und Dividenden-Aristokraten die Auszahlungen für immer erhöhen kann. In einigen Fällen haben Unternehmen, die im Rahmen des CARES-Gesetzes staatliche Zuschüsse oder Darlehen erhalten, gar keine andere Wahl, als ihre Dividende auszusetzen, denn diese Programme sind an Bedingungen gebunden, die Dividendenzahlungen oder Aktienrückkäufe verbieten.

Umso mehr sind intensive Recherchen entscheidend, um Chancen für langfristige Investoren zu herauszufiltern. Dies bedeutet, sich auf Unternehmen mit hohen freien Cashflows und gesunden Bilanzen zu konzentrieren. Es ist wahrscheinlicher, dass diese Unternehmen eine Rezession erfolgreich überstehen, ohne die Dividendenzahlungen kürzen zu müssen. Die Jagd nach Aktien mit der größten Rendite, kann in diesen außergewöhnlichen Zeiten besonders verheerend sein.

Ein besonders dramatisches und warnendes Beispiel ist Helmerich & Payne (NYSE: HP), ein Energiedienstleistungsunternehmen, das Öl- und Erdgasbohrinseln baut und betreibt. HP hatte einen beneidenswerten Dividendenrekord und erhöhte seine jährliche Ausschüttung unglaubliche 47 Jahre. Damit war es ein seltenes Unternehmen, eines von nur 140 Unternehmen, denen es seit mindestens 25 Jahren gelungen war, die Dividenden zu erhöhen. Doch das änderte sich am 31. März 2020 schlagartig, als das Management eine Kürzung der Dividende um 65% ankündigte. Es war bereits unter normalen Bedingungen vor Corona ein harter Markt, aber wenn die Explorations- und Entwicklungsaktivitäten nachlassen, bricht die Nachfrage nach Energiedienstleistungen in der Regel ebenfalls ein. Wie wir wissen, ist die Energiesektor von Natur aus in einer sehr zyklischen Industrie und die Dynamik kehrt sich erst dann um, wenn Energiepreise nachhaltig steigen.

In unserer Analyse haben wir Unternehmen erfasst, welche ihre Dividendenpolitik aufgrund der Corona-Krise im Zeitraum vom 10.03.2020 bis zum 24.04.2020 revidieren mussten. Unsere Datengrundlage umfasst insgesamt 90 Unternehmen mit Sitz in den USA und einer Marktkapitalisierung von mindestens 50 Mio. USD – ohne dabei einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Eine Übersicht der Unternehmen finden Sie am Ende dieses Artikels. Unsere Ergebnisse zeigen, dass 22 der 90 Unternehmen, welche im o.g. Zeitraum ihre Dividende gekürzt oder ausgesetzt haben, im S&P 500 gelistet sind. Auf den gesamten Index gesehen, sind dies 4,4 Prozent. Wenig überraschend ist dabei, dass der Energiesektor, Real Estate Investment Trusts (REITs) und zyklische Konsumgüter am häufigsten betroffen sind.

© David Krause | Freebird Capital

Fazit: Wir erwarten weitere Dividendenkürzungen oder Suspendierungen im Verlauf der aktuellen Berichtssaison. Energie-Giganten wie Exxon Mobile, die in der Vergangenheit großzügige Dividenden gezahlt haben, greifen auf Kürzungen bei den Investitionsausgaben zurück, um sich zusätzliche Liquidität zu verschaffen und ihre Dividendenversprechen einzuhalten. Insbesondere Unternehmen mit hoher Verschuldung, welche ihre Dividenden aus anderen Quellen generieren, als aus dem hohen freien Cashflow, kündigen möglicherweise eher Kürzungen oder Suspendierungen an. Für aggressivere Anleger könnte es sich allerdings auszahlen, da der Markt vermutlich mehr Kürzungen einpreist, als wir tatsächlich zu erwarten haben. Doch Investoren im Ruhestand, die auf Dividenden angewiesen sind, müssen eine Zeit lang sparsam leben. Vielleicht eine ziemlich lange Zeit.

Dividend Cuts & Suspends:

Company TickerMarketCap
$bln
Sector
(GICS®)
Industry
(GICS®)
DateInitial DividendCurrent DividendChangeTypIndex
Occidental Petroleum Corp.OXY13.8EnergyOil, Gas & Consumable Fuels03/10/20203.160.4486%CutS&P 500
Apache
Corporation
APA4.3EnergyOil, Gas & Consumable Fuels03/12/202010.0199%CutS&P 500
Park Hotels & ResortsPK1.8Real EstateREIT-Hotel03/16/20201.80100%Suspend
The Macerich CompanyMAC1Real EstateREIT-Retail03/16/20203233%Cut
Ryman Hospitality PropertiesRHP1.6Real EstateREIT-Hotel03/17/20203.80100%Suspend
Chatham Lodging TrustCLDT0.3Real EstateREIT-Hotel03/17/20201.320100%Suspend
Sabre CorporationSABR1.7TechnologyIT Services03/17/20200.560100%Suspend
Designer BrandsDBI0.4Consumer DiscretionarySpecialty Retail03/17/202010.460%Cut
Targa Resources Corp.TRGP2.4EnergyOil, Gas & Consumable Fuels03/18/20203.640.489%Cut
RLJ Lodging TrustRLJ1.4Real EstateREIT-Hotel03/18/20201.320.0497%Cut
DiamondRock Hospitality CompanyDRH1.1Real EstateREIT-Hotel03/18/20200.520100%Suspend
Ford Motor CompanyF19.7Consumer DiscretionaryAutomobiles03/19/20200.60100%SuspendS&P 500
Darden RestaurantsDRI8.4Consumer DiscretionaryHotels, Restaurants & Leisure03/19/20203.520100%SuspendS&P 500
Hersha Hospitality TrustHT0.2Real EstateREIT-Hotel03/19/20201.120100%Suspend
The Boeing
Company
BA79.1IndustrialsAerospace & Defense03/20/20208.220100%SuspendS&P 500
Delta Air LinesDAL15.3IndustrialsAirlines03/20/20201.610100%SuspendS&P 500
Bloomin' BrandsBLMN0.8Consumer DiscretionaryHotels, Restaurants & Leisure03/20/20200.80100%Suspend
Macy'sM1.6Consumer DiscretionaryMultiline Retail03/20/20201.510100%SuspendS&P 500
Emerald Holding, Inc.EEX0.1Communication ServicesMedia03/20/20200.30100%Suspend
Ashford Hospitality TrustAHT0.1Real EstateREIT-Hotel03/21/20200.240100%Suspend
Freeport-McMoRanFCX12.5MaterialsMetals & Mining03/23/20200.20100%SuspendS&P 500
BJ's RestaurantsBJRI0.3Consumer DiscretionaryHotels, Restaurants & Leisure03/23/20200.520100%Suspend
NordstromJWN3Consumer DiscretionaryMultiline Retail03/23/20201.480100%SuspendS&P 500
Whitestone REITWSR0.2Real EstateREIT-Retail03/24/20200.40.1660%Cut
Two Harbors Investment Corp.TWO1.2Real EstateMortgage REITs03/24/20201.670100%Suspend
Steelcase SCS1.2IndustrialsCommercial Services & Supplies03/24/20200.580.2852%Cut
DICK'S Sporting GoodsDKS2.4Consumer DiscretionarySpecialty Retail03/25/20201.250100%Suspend
Sabra Health Care REITSBRA2.4Real EstateREIT-Healthcare03/25/20201.81.233%Cut
Summit Hotel PropertiesINN0.5Real EstateREIT-Hotel03/25/20200.720100%Suspend
City Office REITCIO0.5Real EstateREIT-Office03/25/20200.960.638%Cut
The GapGPS2.6Consumer DiscretionarySpecialty Retail03/26/20200.970100%SuspendS&P 500
Granite Point Mortgage TrustGPMT0.2Real EstateMortgage REITs03/26/20201.680100%Suspend
Movado GroupMOV0.2Consumer DiscretionaryTextiles, Apparel & Luxury Goods03/26/20200.40100%Suspend
Lear CorporationLEA5.5Consumer DiscretionaryAuto Components03/26/20203.080100%Suspend
TapestryTPR3.8Consumer DiscretionaryTextiles, Apparel & Luxury Goods03/26/20201.350100%SuspendS&P 500
Arlington Asset InvestmentAI0.1Real EstateMortgage REITs03/26/20200.90100%Suspend
EQT CorporationEQT3.5EnergyOil, Gas & Consumable Fuels03/26/20200.120100%Suspend
Cedar Realty TrustCDR0.1Real EstateREIT-Retail03/30/20200.20.0480%Cut
Steven Madden Ltd.SHOO1.8Consumer DiscretionaryAuto Components03/30/20200.60100%Suspend
American Finance TrustAFIN0.7Real EstateREIT-Diversified03/30/20201.10.8523%Cut
Service PropertiesSVC1Real EstateREIT-Hotel03/30/20202.160.0498%Cut
Carnival CorporationCCL9.2Consumer DiscretionaryHotels, Restaurants & Leisure03/31/202020100%SuspendS&P 500
Diversified Healthcare TrustDHC0.7Real EstateREIT-Healthcare03/31/20200.60.433%Cut
Pennsylvania REITPEI0.1Real EstateREIT-Retail03/31/20200.840.0890%Cut
WPP plcWPP8.3Communication ServicesMedia03/31/20203.790100%Suspend
New Residential Investment Corp.NRZ2.3Real EstateMortgage REITs03/31/202020.290%Cut
Helmerich & PayneHP2EnergyEnergy Equipment
& Services
03/31/20202.84165%CutS&P 500
Global Net LeaseGNL1.2Real EstateREIT-Diversified04/01/20202.121.625%Cut
Berry CorporationBRY0.2EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/01/20200.480100%Suspend
Gannett Co.GCI0.1Communication ServicesMedia04/01/20201.140100%Suspend
Murphy Oil CorporationMUR1.5EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/01/202010.550%Cut
Macquarie Infrastructure Corp.MIC2.2IndustrialsTransportation Infrastructure04/02/202040100%Suspend
Enable Midstream PartnersENBL1.6EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/02/20201.3220.66150%Cut
Liberty Oilfield ServicesLBRT0.4EnergyEnergy Equipment
& Services
04/03/20200.20100%Suspend
Continental ResourcesCLR4.9EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/07/20200.050100%Suspend
Group 1 AutomotiveGPI0.9Consumer DiscretionarySpecialty Retail04/07/20201.20100%Suspend
PVH Corp.PVH3.1Consumer DiscretionaryTextiles, Apparel & Luxury Goods04/08/20200.150100%SuspendS&P 500
CorePoint LodgingCPLG0.2Real EstateREIT-Hotel04/09/20200.80100%Suspend
SM Energy
Company
SM0.2EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/09/20200.20.0480%Cut
Eagle MaterialsEXP2.3MaterialsConstruction Materials04/13/20200.40100%Suspend
The Estee Lauder CompaniesEL58.3Consumer StaplesPersonal Products04/15/20201.920100%SuspendS&P 500
Covanta Holding CorporationCVA0.9IndustrialsCommercial Services & Supplies04/15/202010.3268%Cut
Noble EnergyNBL4.4EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/15/20201.920.3283%CutS&P 500
Cleveland-CliffsCLF0.3MaterialsMetals & Mining04/15/20200.240100%Suspend
The Goodyear Tire
& Rubber Company
GT1.7Consumer DiscretionaryAuto Components04/16/20200.640100%Suspend
MTS Systems CorporationMTSC0.4TechnologyElectronic Equipment 04/16/20201.20100%Suspend
Schlumberger
Limited
SLB23.5EnergyEnergy Equipment
& Services
04/17/202020.575%CutS&P 500
Las Vegas Sands
Corp.
LVS34.3Consumer DiscretionaryHotels, Restaurants & Leisure04/17/20203.160100%SuspendS&P 500
Chesapeake Energy CorporationCHK0.4EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/17/20200.350100%Suspend
Kohl's CorporationKSS2.5Consumer DiscretionaryMultiline Retail04/17/20202.820100%SuspendS&P 500
Hexcel CorporationHXL2.5IndustrialsAerospace & Defense04/20/20200.680100%Suspend
EnLink MidstreamENLC0.8EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/20/20200.750.37550%Cut
HCA HealthcareHCA36.9HealthcareHealthcare Providers & Services04/21/20201.720100%SuspendS&P 500
Landmark Infrastructure PartnersLMRK0.2Real EstateREIT-Diversified04/21/20201.480.846%Cut
Anworth Martgage Asset Corp.ANH0.2Real EstateMortgage REITs04/21/20200.360.244%Cut
BBX Capital CorporationBBX0.2Consumer DiscretionaryHotels, Restaurants & Leisure04/22/20200.050100%Suspend
Retail Opportunity Investments CorpROIC1Real EstateREIT-Retail04/22/20200.80100%Suspend
Black Stone MineralsBSM0.2EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/22/20201.20.3273%Cut
DMC GlobalBOOM0.4EnergyEnergy Equipment
& Services
04/23/20200.50100%Suspend
Terex CorporationTEX0.9IndustrialsMachinery04/23/20200.480100%Suspend
Bluegreen Vacations CorporationBXG0.4Consumer DiscretionaryHotels, Restaurants & Leisure04/23/20200.520100%Suspend
Arch CoalARCH0.4EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/23/202020100%Suspend
Reliance Steel & Aluminum Co.RS5.6MaterialsMetals & Mining04/23/20202.50100%Suspend
Holly Energy PartnersHEP1.3EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/23/20202.681.448%Cut
Alliance Data Systems Corp.ADS2TechnologyIT Services04/23/20202.520.8467%CutS&P 500
USD PartnersUSDP0.1EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/23/20201.480.44470%Cut
Northern Technologies Corp.NTIC0.1MaterialsChemicals04/23/20200.260100%Suspend
CONSOL Coal Resources CCR0.2EnergyOil, Gas & Consumable Fuels04/24/20202.050100%Suspend
CenterPoint EnergyCNP8.4UtlitiesMulti-Utilities04/24/20201.160.648%CutS&P 500
Community West BancsharesCWBC0.1TechnologyElectronic Equipment 04/24/20200.220.1818%Cut
© David Krause | Freebird Capital | Source: Corporate Press Releases

© 2020 David Krause